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Wissenswertes
Die Geschichte des Boxens
3000 v.Chr. - Ägypten: Nachweislich erste Faustkämpfe.
900 v.Chr.- Weitere Verbreitung des Faustkampfes im ägäischen Raum.
688 v.Chr.- Spiele der 23.Olympiade: erstmals Faustkampf im Olympia.
Das Boxen wurde bereits in Homers "Ilias" beschrieben und bei Olympischen Spielen des Altertums (ab 688 v.Chr.) ausgetragen. Die Boxkämpfe für Jugendliche fanden erstmals bei den Olympischen Spielen im Jahre 616 v.Chr. statt. Boxen war auch ein Bestandteil des Pankration ( Mischung aus Faustkampf und Ringkampf bei grieschichen Olympiaden). Entartungen des Boxens gab es besonders bei Gladiatorenkämpfen im alten Rom (Schlagriemen mit Metalldornen).Über das antike Boxen kann man in verschiedenen enzyklopädischen Werken ziemlich ausführliche Informationen entnehmen.
Die Ursprünge des modernen Boxen sind in England (16.-17.Jh.)zu suchen, wo zu Beginn des 18.Jh. durch die Fechtmeister James Figg (1684-1734) die ersten Regeln aufgestellt wurden. Jack Broughton (1704-1798) hat die Regeln systematisiert und weiter ausgearbeitet.
1512-Albrecht Dürer gibt ein Fechthandbuch heraus, in dem auch entsprechende Faustkampftechniken dargestellt werden.
1719-London: James Figg erringt den Faustkampftitel eines "Meisters von England".
1720-James Figg ergründet die erste Boxschule.
1743-Jack Broughton veröffentlicht die ersten Regeln (London Prize Rules).
Wichtigste Neuerung ist die Einführung von Boxhandschuhen, die Verletzungen mindern soll.
1810-Copthall Common, Essex: Erster Kampf um eine Weltmeisterschaft.
Sieger ist der farbige Amerikaner Tom Molineaux.
1867-Vorstellung eines neuen Regelwerks von John Sholto Douglas zusammen
mit John Graham Chambres. Es handelt sich dabei um die "Queensberry Rules". Diese Regeln sind bis heute
die Basis des Boxsports. Festgelegt wurden unter anderem das Tragen von Boxhandschuhen, die Rundendauer (3 Minuten) und das auszählen bis zehn bei Niederschlägen.
Heute ist Boxen ein fester Bestandteil des olympischen Programms.
1904-St.Louis: Olympisches Debüt.
1912-Stockholm: Nicht im Olympischen Programm.
1920-Antwerpen: Gründung der Fédération Internationale de Boxe Amateur (FIBA)
1926- Einführung einheitlicher Rundenzeiten (3x3 Minuten)
1930 bis 1931- Max Schmeling Profi-Weltmeister im Schwergewicht.
1931- Erstmals neutrale Kampfrichter.
1946- London: Neugründung des Weltverbandes (AIBA).
1950- Einführung neuer Klassen und des Abbruchs beim dritten Niederschlag innerhalb einer Runde.
1972- München: Trefferfläche der Boxhandschuhe ist zum ersten Mal weiss abgesetzt.
1984- Los Angeles: Erstmals Kämpfe mit obligatorischen Kopfschutz.
1994-Einführung des Frauenboxens.
