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Vorurteile Boxen
Boxen macht Doof
geboxt wird mit dem Kopf und nicht nur mit den Arm
Dies höre ich immer wieder von Lehrern, Eltern oder anderen Erwachsenen. Aber das ist genau so ein Vorurteil, wie "Coca-Cola macht schwarze Füße". Langzeituntersuchungen bei Amateurboxern haben bewiesen, dass keiner von ihnen durch den Sport doof geworden ist (übrigens belegt das Amateur- Boxen in der Sportunfall- Statistik keinen der Spitzenplätze).
Auch das zweite Vorurteil nur die Doofen boxen ist seit Henry Maske und den Klitschko - Brüdern in das Reich der Phantasie verwiesen worden. Sicherlich sind es häufig Kinder und Jugendliche aus sozialen Randgruppen, die in die Sporthallen kommen- aber es sind auch viele Gymnasiasten, Studenten und Manager an den Sandsäcken zu finden.
In der heutigen Zeit sind Perspektivlosigkeit, Aggressivität und Gewalt unter Jugendlichen immer wieder Lieblingsthemen von Politikern und Medien- und genau hier setzt das Boxen, genau wie andere Sportarten, ein positives Zeichen.
Das anstrengende und häufige Training (2- 3mal die Woche) bewirkt bei den meisten Jugendlichen einen ungeheuren Aggressionsabbau und zwar am Sandsack und nicht bei Gleichaltrigen oder Jüngeren. Es gibt genügend Beispiele aus Vereinen, wo typische Stadtteil-Rambos relativ friedfertig geworden sind. Sie haben es einfach nicht mehr nötig, sich auf der Straße zu beweisen!
Eine weitere Erfahrung ist, dass die Kids beim Boxtraining ein Selbstbewusstsein und neue Selbstwertgefühle erlangen. Im Gegensatz zum Mannschaftssport, kann sich keiner der Jugendlichen hinter einem schlechten Sturm oder Torwart verstecken. Wer beim Boxen verliert muss die Schuld/Fehler bei sich selber suchen.
